Backpacker in Tansania – als Frau

Mit dem Rucksack durch Tansania

Es gibt Gegenden, da sind Backpacker als Touristen allgegenwärtig. Tansania gehört sicher nicht zu diesen Gegenden. Trotzdem haben sich Christel Schwerin und Silke Niebur genau dorthin auf den Weg gemacht – nur mit Rucksack als Gepäck. Und als sie ankamen, da hatte Silke Niebur „ganz viel Angst“. Die vielen Menschen, die ihnen ein Taxi anbieten wollten, „dreißig, vierzig, fünfzig Afrikaner“, das war ihr zu viel. So beschreibt es die Journalistin Petra Hartmann in einem Artikel in der online-Ausgabe der Zeitung Volksstimme. Sie hatte einen Diavortrag der beiden Rucksack Touristinnen angesehen.

Im Nachhinein ist Silke Niebur froh, dass sie nicht sofort wieder in den Flieger gestiegen und zurück geflogen ist. Sie hätte viel verpaßt. Ihre Reisepartnerin, Christel Schwerin, war schon vorher in Afrika gewesen, kannte sich also aus. Und auch sie selbst gewöhnte sich schnell an die neue Umgebung, die neue Kultur.

Und sie haben spannende Abenteuer erlebt, zum Beispiel als Afrikaner für die beiden Backpackerinne auf Palmen kletterten und ihnen Kokosnüsse pflückten, oder als sie mit Einheimischen in einer Trommelrunde den Abend verbrachten. Sie haben sich dann mit dem Lied „Dat du min Leewsten bis“ revangiert – was offenbar gut ankam.

Spannende Erlebnisse in Tansania

Die Backpacker Frauen zeigten Dias und Fotos – darunter auch traurige, zum Beispiel vom ehemaligen Sklavenmarkt. Die Sklaven wurden dort bis zur Versteigerung in Kellern eingesperrt. Außerdem gab es dort einen Baum, an dem sie ausgepeitsch wurden, „um ihre Widerstandsfähigkeit zu überprüfen.“

Deutsche sind in Tansania beliebt und willkommen, heißt es in dem Artikel. Und das trotz der Kolonialvergangenheit. Die Deutschen herrschten in Deutsch-Ostafrika von 1885 bis 1918 und gingen dabei teilweise sehr brutal vor.  Bei einem Aufstand ab 1905 sollen hunderttausende Einheimische gestorben sein.

Bevor ich den Artikel gelesen habe, hätte ich nicht darüber nachgedacht, mit dem Rucksack nach Tansania zu fahren. Jetzt kann ich es mir sehr gut vorstellen.

 

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