Bus fahren in Laos: richtige Platzwahl

Die richtige Platzwahl beim Bus fahren in Laos

Der Komfort beim Bus fahren in Laos hängt nicht nur vom Bus, sondern sehr stark auch von der Straße ab. Bevor du hier also in einen Bus steigst eine wichtige Frage: hast du Rücken? Über Rückenprobleme denken viele Backpacker 50 plus bei der Wahl des Rucksacks nach. Hier in Laos kann es sich lohnen, auch bei der Wahl eines Busplatzes an seinen Rücken zu denken. Das hat uns unser heutiger Tag gelehrt.

Um 9.45 Uhr am Morgen saßen wir am Busbahnhof in Nong Kiao und warteten darauf, dass der Minibus startet. Wir waren gestern schon mal hier, um Tickets zu kaufen. Aber da haben wir den Mann am Ticketschalter wohl in seinem Mittagsschlaf gestört. Er lag jedenfalls hinter seiner Glasscheibe und schlief. Ob er auch hier wohnt? Wir konnten ihn jedenfalls nicht dazu bewegen aufzustehen und uns Tickets zu verkaufen – und sind schließlich gegangen. Ein wenig ärgerlich, aber doch eher lustig. Also sind wir heute wieder hingegangen und haben dann noch 10 Minuten gewartet, bis er beim Boulespiel nebenan fertig war. Aber dann, als er wieder hinter seiner Glasscheibe saß, hat er uns freundlich die Karten verkauft und gesagt, dass der Bus um 10 Uhr fährt – oder vielleicht auch um 11 Uhr. Jetzt ist 10 nach 10 – also 11. Der Bus sei noch nicht voll genug, sagt der Fahrer. Wir haben einen Minibus gewählt.

Beim Bus fahren in Laos kann es eng werden

Eine halbe Stunde später saßen wir zu viert gequetscht auf der Rückbank. Falsche Sitzplatzwahl, kann ich im Nachhinein nur sagen, denn in den drei Reihen vor uns saßen sie zu dritt. Und unterwegs wird uns klar, wie falsch die Entscheidung wirklich war. Obwohl der Fahrer nicht schneller als 50 Kilometer fährt schüttelt es uns mächtig durch. Ob an der Hinterachse gar keine Federung eingebaut ist? Oder liegt es nur an den vielen, vielen Schlaglöchern in der Straße? Wer „Rücken“ hat, der setzt sich beim Bus fahren in Laos besser nicht auf die Rückbank, zmindest nicht bei einem Minibus. Und wer groß ist, besser sollte auch nicht hinten sitzen. Ich weiß mittlerweile ziemlich gut, wie sich das Dach eines Busses anfühlt.

Unser Tipp: Zweite Reihe links, also nicht an der Tür, das scheint uns grundsätzlich eine gute Wahl zu sein.

Unser Eindruck ist, dass man hier mit dem Bus, oder mit den Songthons in nahezu jede Siedlung kommt – und auch wieder weg. Auf Pünktlichkeit sollte man beim Bus fahren in Laos nicht vertrauen. Das finde ich wenig überraschend und haben wir ja auch schon anders erlebt.

Wir fahren wieder zurück nach Luang Prabang.

Nachtrag: Ein paar Tage später sind wir wieder mit dem Bus gefahren – 230 Kilometer in 10 Stunden.

Nong Kiao – 100 Wasserfälle Tour mit den „Guten“

Nong Kiao – 100 Wasserfälle Tour mit den „Guten“
Einheimische sollen von 100 Wasserfälle Tour profitieren

Im Stefan Loose Reiseführer wird Tiger Trail als Anbieter für die 100 Wasserfälle Touren empfohlen. Also haben wir in Nong Kiao genau diesen Anbieter aufgesucht. Tatsächlich lobt sich Tiger Trail selbst als einzigen Anbieter, bei dem auch die einheimische Bevölkerung von den Touren profitiert. Dieser Ansatz gefiel uns, also haben wir bei den „Guten“ gebucht.

Als die 100 Wasserfälle Tour am nächsten Tag losgehen sollte stellte sich heraus, dass Tiger Trail nicht genug Teilnehmer beisammen hatte. Deshalb wurden wir bei der Tour beim Anbieter nebenan mit untergebracht. Und wir haben uns gefragt: „Sind wir jetzt doch nicht mit den „Guten“, sondern mit den „Bösen“ unterwegs.“

Außerdem war der Preis höher als vereinbart. Aber wir waren uns sofort einig: Für fünfzigtausend Kip mehr oder weniger lassen wir uns den Tag nicht vermiesen und haben einfach gezahlt. Schließlich ging es gerade mal um gut fünf Euro.

Barfuß die 100 Wasserfälle hoch

Die 100 Waserfälle Tour hat dann auch großen Spaß gemacht.

Nach einer einstündigen Bootstour auf dem Nam Ou  sind wir in einem Dorf an Land gegangen. Die Häuser waren aus Holz, die Hühner dazwischen pickten nach allem, was auf dem Boden lag. Und sieben oder acht Kinder schauten sich interessiert die Fremdlinge an, die da zwischen ihrem Zuhause Halt machten und dann in Richtung der Wasserfälle verschwanden.

Von dort haben wir die 100 Wasserfälle nach etwa einer halben Stunde erreicht. Ab hier sind wir dann nur noch durchs Wasser gegangen. Mehrere Teilnehmer, ich auch, hatten nur Lederschuhe dabei. Wir sind dann barfuss die Wasserfälle hoch geklettert – ein großer Spaß! Gezählt haben wir die Wasserfälle nicht und vermutlich sind es keine hundert, aber es sind sehr viele.

Oben angekommen gab es laotisches Essen und die ganze Zeit hatte uns auch ein Guide aus dem Dorf begleitet. All das war im Preis für die Tour mit inbegriffen (200.000 Kip, das sind etwa 22 Euro). Und wir hatten mittlerweile wieder das Gefühl, dass wir doch mit den „Guten“ unterwegs waren.

Auf dem Rückweg haben wir dann noch an einer Höhle halt gemacht. Sie diente im Indochinakrieg als Versteck vor den Amerikanern.

Laos – Nong Kiao – Besuch im Dunkeln in der Bambushütte

Laos – Nong Kiao – Besuch im Dunkeln in der Bambushütte
In der Bambushütte in Nong Kiao

Heute sind wir nach Nong Kiao (Nong Khiaw) gefahren, etwa 140 Kilometer nordöstlich von Luang Prabang. Der Minibus würde uns am Morgen um halb neun am Hotel abholen, hatte uns der nette Portier am Abend gesagt, vielleicht aber auch erst eine halbe Stunde später. Am nächsten Morgen – wir hatten die Rucksäcke gerade gepackt – stand der Bus dann schon um kurz vor 8 Uhr vor der Tür. Das wars dann mit unserem Frühstück. Wir haben Luang Prabang verlassen. Die Fahrt nach Nong Kiao dauert etwa vier Stunden. Der Ort liegt am Nam Ou, einem ziemlich großen Nebenfluss des Mekong.

In Nong Kiao probieren wir diesmal ein „Hotel“ der untere Preisklasse aus. Wir haben uns in eine Bambushütte direkt am Fluss eingemietet, für knapp 10 Euro pro Tag. Noch günstiger sind auch in Laos Unterkünfte mit mehreren Betten im Zimmer. Wir haben aber bisher noch keinen backpacker 50 plus getroffen, der in solchen Hostels übernachtet hat. Der Komfort in unserer Hütte ist bescheiden, die Aussicht ist phantastisch.

In Nong Kiao haben wir direkt an Nam Ou gewohnt. © 2017
In Nong Kiao haben wir direkt an Nam Ou gewohnt. © 2017

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