TV Programm 13.2. – Mit Rucksack durch Thailand + Kambodscha

Backpacker im TV am 13.2.

TV Programm 13.2. – Zwei Münsteraner Studentinnen haben Kambodscha und Thailand mit dem Rucksack bereist. Die Filmemacher Norbert Lübbers und Ulrich Bentele haben sie begleitet. Dabei herausgekommen sind zwei interessante Reportagen, die nicht nur die Reisenden im Blick haben, sondern auch die Menschen vor Ort, die manchmal von den Backpackern profitieren – manchmal auch nicht.

TV Programm 13.2. – Phoenix, Dienstag, 13.2.2018 um 18.30 Uhr (Wiederholung am 14.2. um 6 Uhr)
Zwischen Karma und Koma: Mit dem Rucksack durch Kambodscha

Den Film findet ich auch hier in der ARD Mediathek.

TV Programm 13.2. – Phoenix, Dienstag, 13.2.2018 um 19.15 Uhr (Wiederholung am 14.2. um 6.45 Uhr)
Zwischen Karma und Koma: Mit dem Rucksack durch Thailand

Den Film findet ihr auch hier in der ARD Mediathek.

Kira und Johanna fliegen nach dem Abitur nach Thailand und Kambodscha, zwei Backpacker Hochburgen, die in den vergangenen Jahrzehnte von Rucksacktouristen geradezu überrannt werden. Die beiden Freundinnen erleben das, was viele vor ihnen schon vorher erlebt haben und wahrscheinlich auch viele Backpacker nach ihnen erleben werden, zum Beispiel die Khao San Road in Bangkok, den Königspalast, Angkor Wat, wunderbare Strände, dann wieder überfüllte Strände, wilde Partys, Schweigen im Kloster – und noch viel mehr. Und überall treffen sie auf andere Backpacker. Was früher als ein echtes Abenteuer galt, das machen jetzt jedes hunderttausende. Und doch bleibt ihre Rucksackreise für die beiden Münsteranerinnen ein Abenteuer – nur anders als früher. Viele Orte in Thailand und Kambodscha, die vor zwanzig oder dreißig Jahren noch ein Geheimtipp waren, sind heute touristisch längst erschlossen. Die Einheimischen haben sich auf die Rucksacktouristen eingestellt.

Genau das hören wir von Backpackern 50plus hin und wieder mit Bedauern in der Stimme. Alles sei anders geworden, die Reiseziele würden touristischer, das Ursprüngliche gehe verloren. Aber die meisten haben auch Verständnis dafür, dass die Menschen vor Ort ihre Chancen im Leben nutzen wollen, wenn sie denn überhaupt welche bekommen.

Die Filme handeln von jungen Backpackern, sind aber auch für Backpacker Ü50 interessant.

Phoenix TV Programm 13.2. – spannenden Reisefilme

Ab 12 Uhr gibts im TV Programm 13.2. bei Phoenix viele spannende Individualreisen.

12.00 Uhr Radtour vor den Toren Tibets

12.45 Uhr China auf zwei Rädern

13.30 – 16.00 Uhr Folgen des Films 6000 Kilometer westwärts – Auf dem Rad quer durch Amerika

16.00 Uhr Vietnam auf zwei Rädern

16.45 Uhr Der VW-Bus

18.00 Uhr Chinas neue Seidenstraße (Wiederholung um 22.30 Uhr)(Gibt es auch in der ARD Mediathek)

18.30 Uhr Die Backpacker Kambodscha

19.15 Uhr Die Backpacker Thailand

20.15 Uhr Transoceanica – Die längste Busfahrt der Welt (Der dritte, vierte und fünfte Teil folgen ab 23.30 Uhr)

 

 

Alina und Dieter: als Backpacker in Laos

Alina und Dieter: als Backpacker in Laos
Laos als Backpacker 50plus

Laos ist für uns noch ein weißer Fleck auf der Landkarte und dieser Fleck soll Farbe bekommen. Ich war noch nie in Asien, Alina war schon in Vietnam und Kambodscha.

Für den Einstieg in eine Reise nach Laos scheint uns der Norden geeignet. Wir möchten dort den Urwald erleben und wir möchten an Ziplines durch die Baumkrohnen fliegen. Das soll da möglich sein. Also los!

Wir fliegen über Bangkog und von dort weiter bis xxxxxxxxx. Zur Laotischen Grenze fahren wir dann mit dem Bus – so ist zumidnest der Plan. Los geht’s übrigens in Köln. Da wohnen wir. Die Reisezeit, November und Dezember, wird empfohlen: nicht zu heiß aber auch keine Regenzeit.

Die Vorbereitungen für unsere Laos Reise waren kurz und heftig – abgesehen von den Flügen. Die haben wir etliche Monate vorher in einem Reisebüro gebucht. Online habe wir nichts wesentlich günstigeres gefunden – aber viel mehr Zeit mit der Suche vergeudet. Aber das weiß man ja vorher nicht.

Die Rucksäcke für die Laos Reise haben wir uns geliehen. Wer weiß, ob wir so etwas noch einmal machen. Wir sind da zwar sehr zuversichtlich, aber für uns beide ist es die erste gemeinsame Backpacker Reise. Vielleicht passt Backpacking ja gar nicht mehr zu uns beiden. Außerdem: Man muss ja nicht immer alles neu kaufen. Also danek für die Rucksäcke, Heidi und Reinhard!

Mit 40 Liter nach Laos

Dann haben wir ausprobiert, was da alles hinein passt, in die Rucksäcke – und haben gesehen, was nicht hinein passt. Brauchen wir mehr als vor zwanzig Jahren, oder reichen uns (40 Liter) Gepäck für drei Wochen auch heute noch? Die Frage hat sich schließlich schnell von allein erledigt. Wer nur Platz für 40 Liter hat, der nimmt auch nur 40 Liter mit. Fertig! Und wir sind uns sicher: Wir werden in Laos nicht verhungern und auch nicht erfrieren. Wir haben ja schließlich auch noch Geld dabei – übrigens in einem Bauch.

Dies wird also unsere erste „offizielle“ Reise für backpacker 50plus. Wir werden fotografieren und aufschreiben was wir erleben – vielleicht auch mal etwas filmen. Und wir werden hier für euch berichten. Gleichzeitig hoffen wir, dass wir auf diesem Weg Gleichgesinnte finden, dass wir mit euch auf Backpacker 50plus Erfahrungen austauschen und Erlebnisse teilen können, dass wir uns gegenseitig Tipps geben, wie wir als Backpacker 50plus am schönsten durch die Welt kommen. Lasst uns hier darüber schreiben, wie das so ist, das Rucksackreisen Ü50. Schreibt einfach auf, was ihr erlebt – mit eurem eigenen Reiseblog. Das ist bei uns ganz einfach. Wir und alle Leser von Backpacker 50plus freuen sich schon auf eure Reiseerlebnisse.

Vor der Reise haben wir uns im Internet umgeschaut. Demnächst gibts hier eine Linkliste dazu.

 

 

Laos – Nong Kiao – Besuch im Dunkeln in der Bambushütte

Laos – Nong Kiao – Besuch im Dunkeln in der Bambushütte
In der Bambushütte in Nong Kiao

Heute sind wir nach Nong Kiao (Nong Khiaw) gefahren, etwa 140 Kilometer nordöstlich von Luang Prabang. Der Minibus würde uns am Morgen um halb neun am Hotel abholen, hatte uns der nette Portier am Abend gesagt, vielleicht aber auch erst eine halbe Stunde später. Am nächsten Morgen – wir hatten die Rucksäcke gerade gepackt – stand der Bus dann schon um kurz vor 8 Uhr vor der Tür. Das wars dann mit unserem Frühstück. Wir haben Luang Prabang verlassen. Die Fahrt nach Nong Kiao dauert etwa vier Stunden. Der Ort liegt am Nam Ou, einem ziemlich großen Nebenfluss des Mekong.

In Nong Kiao probieren wir diesmal ein „Hotel“ der untere Preisklasse aus. Wir haben uns in eine Bambushütte direkt am Fluss eingemietet, für knapp 10 Euro pro Tag. Noch günstiger sind auch in Laos Unterkünfte mit mehreren Betten im Zimmer. Wir haben aber bisher noch keinen backpacker 50 plus getroffen, der in solchen Hostels übernachtet hat. Der Komfort in unserer Hütte ist bescheiden, die Aussicht ist phantastisch.

In Nong Kiao haben wir direkt an Nam Ou gewohnt. © 2017
In Nong Kiao haben wir direkt an Nam Ou gewohnt. © 2017

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Chang: Der älteste Film über Laos – angeblich

Chang: Der älteste Film über Laos – angeblich
Chang im Open Air Kino

Auf einem kleinen Plakat wurde uns der Film Chang (Elefant) angekündigt. War das etwas für uns? Das ganze Jahr hatten wir es nicht geschafft, gemeinsam ins Open air Kino zu gehen. Sollte es jetzt doch noch klappen – in Luang Prabang in Laos? In einem Hotelgarten in der Nähe des Nachtmarktes wurde Chang als „der ältesten Film über Laos“ angekündigt. Das Publikum, etwa 15 Personen, saß an Tischen und auf Bänken, die meisten übrigens eher 50 plus. Das Wetter war wieder einmal herrlich, so wie man es sich an einem open air Abend wünscht. Meine Erwartungen an den Film waren nicht besonders hoch, aber die Bilder haben mich sofort fasziniert.

Chang, so hieß der Film des Abends, kam 1927 in die Kinos – ein für damalige Verhältnisse bombastischer Stummfilm mit faszinierenden Tieraufnahmen. Merian C. Cooper und Ernest B. Schoedsack, die Regisseure, wurden sechs Jahre später durch den Film „Kingkong“ berühmt. Aber auch Chang wurde schon für einen Oscar nominiert und der Film war zunächst auch ein großer Erfolg. Er geriet dann aber schnell in Vergessenheit, denn ab 1927 begann auch der große Durchbruch des Tonfilms. Stummfilme waren plötzlich out und Chang wurde vergessen. Weiterlesen

Mit 17 km/h durch den Butterfly Park

Mit 17 km/h durch den Butterfly Park
Butterfly Park – solltet ihr auf jeden Fall hin fahren

Etwa einen halben Kilometer vor dem Tad Kuang Xi Wasserfall haben zwei Niederländer einen sehr hübschen Butterfly Park errichtet, den Kuang Si Falls Butterflypark. Den Schmetterlingspark haben wir auf dem Rückweg besucht und das hat sich gelohnt.

Auch in freier Natur haben wir in Laos viele sehr schöne und große Schmetterlinge gesehen, aber das hier ist etwas Besonders: Man sieht nicht nur die imposanten bunten Flieger, sondern auch die Raupen und Puppen. Und dazu gibts gut dosierte Informationen an die Hand. Und freundliche Mitarbeiterinnen erklären das Schmetterlingsleben von Anfang bis Ende. Ich jedenfalls wusste nicht, dass Schmetterlingsraupen flüssig werden und ihre Bestandteile noch mal völlig neu ordnen, bevor sie als Schmetterlinge aus ihrem Kokon schlüpfen. Und ich wusste auch nicht, dass Schmetterlinge bis zu 17 km/h schnell fliegen können, Motten sogar bis zu 42 km/h – in Deutschland übrigens auch. Mein Eindruck im Butterfly Park: meistens fliegen sie aber bedeutend langsamer.

Als die beiden Niederländer das Gelände hier vor Jahren erkundeten, da entdeckten sie hier durch Zufall einen weiteren Wasserfall, haben sie uns erzählt. Und sie haben sich sofort in dieses Stück Land verliebt. Am Ende des Rundgangs betreiben sie heute eine Gastronomie. Als wir kamen war leider der Kuchen schon aus. Dabei hatten wir am Eingang doch das Special: Eintritt plus Kuchen. Als Ersatz gabs Waffeln mit gutem Kaffee – und ein freundlichen Gespräch. Hartelijk bedankt!

Füße putzen lassen

Am Ende der Runde durch den Butterfly Park können die Besucher sich dann noch mit einem Stuhl in einen kleinen Teic  setzen und die Beine darin baumeln lassen. Kleine Fische fressen einem dann den Schorf von den Füßen. Das kribbelt wunderbar und sie fressen nur den Schorf. Versprochen! Ähnliche Angebote gibt es in Bangkok auch oft, erzählt mir Alina – und sogar in Köln. Ich hab es jetzt das erste mal als Backpacker 50plus in Laos erlebt. Lustig und kitzelig und angenehm – und mit einem leckeren Kaffee dazu noch angenehmer. Was geht’s uns gut!

Laos – Tad Kuang Xi: mit dem Motorroller zu den Wasserfällen

Laos – Tad Kuang Xi: mit dem Motorroller zu den Wasserfällen
Gaaaanz langsam nach Tad Kuang Xi (Kuang Si)

Für unsere Fahrt zu den Wasserfällen von Tad Kuang Xi wollen wir uns einen Motorroller ausgeliehen. An dem Mietvertrag hätten die Rechtsexperten einer deutschen Verbraucherzentrale sich vermutlich wunderbar abarbeiten können. Unser Eindruck: wenn etwas passiert, dann müssen wir zahlen. Also hoffentlich passiert nichts.

Motorradunfall in Laos

Vor gut einem Jahr sind zwei wunderbare Freunde von uns hier in Laos mit dem Roller verunglückt. Nelly und Ralf, wir grüßen euch herzlich! Beim Krankenrücktransport war die Auslandsreisekrankenversicherung nicht besonders  hilfreich, so erzählen die beiden. Der ADAC dagegen hätte zügig geholfen. Wenn ich nicht gerade blogge, dann bin ich Reise- und  Verbraucherjournalist beim WDR und ich interessiere mich immer für solche Erfahrungen. Also liebe Backpacker, wenn ihr auch schon Unfälle in Laos, oder in anderen Ländern erlebt habt, dann schreibt gerne dazu einen Kommentar.

Wir haben uns also trotzdem einen Motorroller ausgeliehen. Bei solchen Versicherungsbedingungen muss sich jeder selbst überlegen, ob er dieses Risiko eingehen will. Tipp für alle, die lieber nicht auf das Moped steigen möchten: Es fahren auch Busse. Vermutlich in den meisten Hotels in Luang Prabang kann man die Tour zu den Tad Kuang Xi Wasserfällen buchen. Wie die Touristen bei Busfahrten versichert sind weiß ich nicht, aber vermutlich besser.

120.000 Schlaglöcher bis Tad Kuang Xi

Bis zu den Wasserfällen sind es von Luang Prabang aus etwa 30 Kilometer. Auf der Strecke dorthin mussten wir geschätzten 120.000 Schlaglöchern ausweichen. Noch unangenehmer als die offenen Löcher im Asphalt waren für mich die Senken in der Fahrbahn, denn die sind vorher nur schwer zu erkennen. Meine Empfehlung ist also: gaaaanz langsam fahren. Die Einheimischen rasen übrigens auch nicht und die wissen warum. Trotz der Schlaglöcher hat uns die Fahrt unheimlich viel Spaß gemacht – ehrlich gesagt besonders mir, weil ich gefahren bin.

Früh aufstehen!

Der Wasserfall war dann spektakulär – und total überfüllt. Wir sind einfach zu spät angereist. Trotzdem hat sich die Anreise für uns gelohnt. Auch der Rummel um die Wassefälle war interessan

Zwei Backpacker 50 plus, die wir am Abend in Luang Prabang getroffen haben, haben uns erzählt, dass sie morgens da waren und den Wasserfall und die Schwimmbecken davor fast für sich allein gehabt hätten. Klarer Vorteil also für Frühaufsteher.

Mit Bikini am Tad Kuang Xi

Am Fuße des Wasserfalls haben die Betreiber des Geländes ausgewiesene Badestellen eingerichtet. Enfach mit dem Bikini herumlaufen entspricht nicht dem Laotischen Feingefühl und wer respektvoll reist, der sollte das auch nicht einfach tun. Hier ist es aber mal ausdrücklich erlaubt. An den Badestellen gibt es Umkleidekabinen. Also wer mag – Badesachen nicht vergessen.

Tad Kuang Xi aus Bärensicht

Das Bärengehege (Bear Rescue Centre) auf dem kurzen Weg zum Wasserfall hat uns nicht besonders angesprochen. Ich kenne mich mit der Bärenhaltung in Zoos und Wildgehegen nicht aus, aber aus Bärensicht scheint mir das Bear Rescue Centre kein besonders schönes Zuhause zu sein – aber wahrscheinlich schöner als der Tod durch Wildhändler. Denn davor sollen diese Bären hier gerettet worden sein.

Bei der Recherche für meinem letzten Reisefilm (Wunderschön – durch das wilde Mecklenburg im WDR-Fernsehen) haben wir unter anderem den Wildpark in Güstrow besucht. Die beiden Bären dort, Fred und Frode, leben eindeutig luxoriöser als die Asiatischen Schwarzbären hier. In den Film haben es die beiden Braunbären schließlich trotzdem nicht geschafft. Und eigentlich verbieten sich solche Vergleiche auch, oder? Die Menschen in Deutschland haben auch luxoriösere Unterkünfte als die Menschen hier.

Laos – Almosengang in Luang Prabang

Mönche beobachten beim Almosengang in Luang Prabang

Um fünf Uhr aufstehen für einen Almosengang? Wer mich kennt, der weiß, dass das ein großes Opfer für mich ist. Wir haben das Opfer auf uns genommen, sind ungeduscht und ohne Frühstück nach draußen auf die Straße. Und wozu das alles? Frühmorgens ziehen hier in Luang Prabang die orange gekleideten Mönche durch die Straßen und bekommen von den Gläubigen Essen geschenkt, vor allem Reis, so scheint es. Der Almosengang ist eine jahrhundertealte Tradition – und eine Touristenattraktion.

Als als wir auf die Hauptstraße kamen liefen tatsächlich etwa zehn Mönche vor uns und bekamen von den auf dem Bürgersteig knienden Gläubigen ihre Gaben. Eine berührende Szene.

Postkartenromatnik: Der Almosengang der Mönche in Luang © 2017
Postkartenromatnik: Der Almosengang der Mönche in Luang Prabang © 2017
Wie Falschgeld beim Almosengang

Und wir? Wir kamen uns vor wie Falschgeld. Das war peinlich. Wir waren Gaffer, merkten es selbst, konnten uns von der Szenerie aber auch nicht lösen. Wir hielten uns im Hintergrund und Fotos haben wir diesmal keine gemacht. Natürlich hatten wir das Handy dabei, aber fotografieren erschien uns noch unpassender als nur zuzuschauen.

Wir schauen uns auf unseren Backpacker Reisen ständig die Menschen in fremden Ländern an. Wir lieben das. Ja, wir sind bekennende Gaffer. Aber war das hier richtig?

Wir haben daran gedacht, einfach wieder umzukehren und uns wieder schlafen zu legen. Das haben wir dann aber doch nicht getan, sondern sind weiter in Richtung Königspalast gegangen. Dort wurde die Zahl der Mönche größer – und die Zahl der Touristen auch. Manchen ging es wie uns und sie hielten sich zurück. Andere hatten gar keine Berührungsängste, hockten sich mit ihren dicken Kameras mit fetten Objektiven vor die knieenden Gäubigen und machten Nahaufnahmen in Serie. Klick, klick, klick, …

Und die Gläubigen und die Mönche? Die ließen das alles ruhig über sich ergehen. Wie sie den Touristenauflauf finden, ob sie sich bedrängt fühlen – wir konnten sie leider nicht fragen. Aber fragen wäre nicht schlecht, finde ich: Fragen ob man ein Foto machen darf zum Beispiel.

Wir sind vom Almosengang mit einem komischen Gefühl weggegangen.

 

 

Laos – Luang Prabang bekommt noch eine Chance

Laos – Luang Prabang bekommt noch eine Chance
Enttäuscht von Luang Prabang

Nach zwei Tagen auf dem Mekong hatten wir etwas anderes erwartet. Das soll das legendäre Luang Prabang sein? Bei unserer Ankunft gestern waren wir enttäuscht. Mit dem Tuktuk sind wir von der Anlegestelle in die Stadt gefahren, ein etwa 20 Minuten langer Weg. Das Hotel liegt etwas ausserhalb des Zentrums und ist prima, der Portier ausgesprochen nett.

Und dann sind wir in die Stadt gegangen, auf den Nachtmarkt.

Über hunderte von Metern bieten Laoten ihre Produkte an und Massen von Touristen wälzen sich durch die Auslagen. Viele der Waren scheinen nur für die Touristen produziert. Vielleicht waren wir auch einfach nur zu müde dafür, aber unsere erste Begegnung mit Massentourismus in Laos hat keinen Spaß gemacht.

Um den Nachtmarkt herum gibt es jede Menge Kneipen, wie man sie auch in Frankfurt, Hamburg, oder Hagen finden kann – oder in vielen anderen westlichen Städten.

Wer Touristen treffen will, der kann das hier gut. Laoten trifft man in den Kneipen wohl nur als Bedienung.

Auf der Hauptverkehrsstrasse der Touristen

Deshalb haben wir den Eindruck, dass wir die „Hauptverkehrsstrasse“ der Touristen bald wieder verlassen sollten. Auch in Backpacker-Foren wird Luang Prabang immer wieder empfohlen. Diese Stadt wird überall so gut besprochen. Da darf man sich über den Touristenstrom nicht wundern. Aber da muss noch noch etwas sein.

Wir haben Hunger, setzen uns im Freien am Rand des Marktes an einen Stand. Die restlichen fünf oder sechs Plätze, weiße Plastikstühle, sind von Einheimischen besetzt. Sie nicken uns freundlich zu. Es gibt keine Karte, nur ein roßer Topf hinter dem Tisch, hinter dem auch der Koch und Verkäufer steht. Wir bekommen einen tiefen Teller mit Suppe – Hühnersuppe vermute ich. Dazu gibts einen Löffel – danke! – und ein Körbchen mit Salat und Kräutern.

Aha – und macht man jetzt damit? Wir schauen es uns bei den Einheimischen ab. Den Salat und die Kräuter zerrupfen, immer das, was man gerade mag und dann in die Suppe werfen. Verdammt lecker! Das beste was ich bisher in Laos gegessen habe. Und ich fühle mich versönt. Wie ein voller Magen doch den Blick auf die Dinge ändern kann.

Nachher habe ich noch einen Kokospfannkuchen, die als kleine Kugeln verkauft werden – und hab mir dabei den Mund verbrannt. Vorsicht! die Pfannkuchen sind höllisch heiß. Aber da konnte Luang Prabang jetzt wirklich nichts dafür.

Noch eine Chance für Luang Prabang

Also beschließen wir, dass wir der Stadt noch eine Chance geben wollen. Morgen, wenn wir ausgeruht sind. Dann werden wir uns zum Beispiel den Königspalast ansehen.

…. 10 Stunden später: Ich füge schon mal ein Foto bei. Luang Prabang zieht uns doch noch in seinen Bann. Mehr zu dem Tag im nächsten Beitrag.

Als Backpacker über 50 nach Laos

Als Backpacker über 50 nach Laos
Backpacker über 50 – warum eigentlich?

Schon verdammt viel erlebt als Backpacker über 50!

Unser vierter Reisetag, kurz nach neun. Wir sitzen in Houay Xai im Schatten auf einer Terrasse am Mekong und genießen unser Frühstück: Café Lao, Pfannkuchen, Fruchtsalat. Ja, stimmt, das ist kein einheimisches Frühstück. Wir essen und trinken was uns schmeckt.

Mit einem Songthon haben wir uns hierher bringen lassen. Das sind kleine LKWs und man sitzt hinten auf Pritschen. Vor der Fahrt verhandelt man über den Preis. Wir haben 10.000 Kip bezahlt, etwa ein Euro.

Und gleich geht’s mit dem Boot weiter. Gestern haben wir uns die Tickets dafür geholt – wir haben es zumindest versucht. Wo es die gab war uns zunächst nicht klar und als wir es schließlich doch noch herausgefunden hatten, da standen wir vor einem mittlerweile verschlossenen Schalter. Also sind wir heute morgen etwas früher aufgestanden und haben heute morgen doch noch Tickets bekommen.

Warum nicht einfacher reisen – statt Backpacker über 50?

Wären wir mit einer Reisegruppe hierher gereist, dann wäre das alles einfacher gewesen. Studiosus bietet zum Beispiel Reisen nach Laos an. Und warum machen Alina und ich nicht so etwas? Der Preis für organisierte Reisen ist ein Argument, aber nicht das entscheidende. Wir schlafen auf unseren Reisen auch nicht in den billigsten Hotels, außer wir finden gerade die interessant. Und auch beim Essen und bei den  Transportmitteln sind wir keine Billigheimer. Also wenn es nicht das Geld ist, warum dann? Weil wir lieber selbstbestimmt reisen. Dafür nehmen wir dann auch gerne den größeren Aufwand in Kauf – sogar doppelte Gänge zum Ticketschalter. Na ja – dass wir gerne zwei mal dorthin gegangen sind behaupte ich dann doch nicht. Aber Organisation gehört für uns halt dazu.

Für uns. Wir wollen niemanden von dieser Reiseform überzeugen. Wozu auch? Eine Rucksackreise über 50 mag stressiger sein, als eine organisierte Reise zu buchen. Aber für uns ist der Spaßfaktor einer individuellen Reise aber einfach viel höher.

Und jetzt haben wir ja auch alles geschafft und warten zufrieden auf die Abfahrt. Backpacker 50plus sehen wir hier übrigens auch einige. Davon gibts mehr als viele denken.

Der Mekong ist hier etwa so breit wie der Rhein in Köln und vor uns liegen 10 Longboats aufgereiht im Wasser. Das sind etwa 30 Meter lange, ziemlich schmale Boote mit einem Blechdach. Mit einem dieser Boote werden wir gleich starten, von Houay Xai nach Luang Prabang, der alten Königsstadt. Die Bootstour dauert zwei Tage. Ob es erholsam oder anstrengend wird – wir wissen es noch nicht. Jedenfalls soll die Fahrt auch durch Urwaldgebiete gehen. DArauf freue ich mich schon.

Die letzten zwei Tage waren wir schon im Urwald und haben an der Gibbon Experience teilgenommen. Ein riesiger Spaß.

 

Gibbon Experience: mit der Zipline über dem Urwald

Gibbon Experience: mit der Zipline über dem Urwald
Zum Fliegen nach Laos

Wir haben unsere Laosreise vor vier Tagen in Houay Xai begonnen. Dort hatten wir eine Tour bei Gibbon Experience gebucht. Das Programm: mit Ziplines über Urwaldschluchten fliegen. Ob wir uns das trauen?

Houay Xai, liegt im Norden von Laos. Wir sind mit dem Bus aus Thailand hier angekommen. Es war schon stockdunkel und der Busbahnhof fast menschenleer. Zusammen mit vier Bayern und einer Schweizerin haben wir das letzte Tuktuk genommen und uns in die Stadt bringen lassen. Unser Hotel hatten wir vorher gebucht. Gut so. Wir waren müde und wollten nur noch ankommen.

Houay Xai ist ein lang gezogener Ort entlang der Hauptverkehrsstraße. Touristen suchen hier nach dem besten, oder dem günstigsten Essen. Sie werden bedient von freundlichen Menschen, die sich offenbar auf den ständigen Strom von Backpackern eingestellt haben.

Gibbon Experience – auch für Backpacker 50plus

Am Morgen sind wir zum Büro von Gibbon Experience gelaufen. Mit einem Songthon, das sind kleine LKWs mit Ladeflächen für Personen, haben die Guides uns und sieben weitere Teilnehmer in den Urwald gebracht, etwa 80 Kilometer von Houay Xai entfernt.

Die Gibbeon Touren werden vom Veranstalter für Menschen bis maximal 50 Jahren empfohlen. Ausserdem sollen die Teilnehmer auch noch körperlich gut in Schuss sein. So steht es auf der Internetseite. Wir hatten bei der Anmeldung als Ü50er aber kein Problem. Und auch der Anstieg im Urwald war für uns gut machbar. Wir sind Wandern gewohnt, aber wir sind sicher keine absoluten Sportskanonen. Also an alle 50plus: nicht abschrecken lassen!

Demnächst gibts hier auch ein Video dazu.

Nach einer Stunde Fußmarsch blicken wir dann auf eine breite Schlucht herunter, über die ein langes Stahlseil gespannt ist. Vor ein paar Monaten soll ein Gast abgestürzt sein. Einfach nicht daran denken! Unsere Guides haben noch einmal genau die Sicherheitsvorschriften erklärt und dann gehts los. Einmal abgestoßen fallen wir in unsere Gurte und rasen mit einem Affenzahn über die Schlucht. Weiterlesen